Commander Club

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Commander Eigenbauer, unser Mann in Spanien

Gerhard Eigenbauer ist nicht nur in der ganzen Welt als Lkw- und Bus-Instruktor unterwegs, er ist auch Commander Club Mitglied seit der ersten Stunde unseres Vereins. Zusätzlich ist er bei der MAN Trucker‘s World Spanien Mitglied – mit der Mitgliedsnummer 100.

Schulung der Unteroffiziere in Singapur auf RMMVMAN Truck 44M 41.445 8X8.
Schulung der Unteroffiziere in Singapur auf RMMVMAN Truck 44M 41.445 8X8.
Bustraining für die Firma AISA. Alle 150 Fahrer wurden von Commander Eigenbauer geschult.
Commander Eigenbauers erster Fernverkehrs Lkw bei der Firma Tremmel aus Böheimkirchen.
Fahrt mit den BP Trucks Road Safety Training in Schottland.
In Sullana gab es 380 Lkw – und 380 zu schulende Fahrer.
MAN Tankwagen beim Training in Madrid.
ProfiDrive Schulung in Mexiko.
Schulung der Navy in Peru in Lima, mit Michael Freilach (RMMV).
Schulung der Unteroffiziere in Singapur auf RMMVMAN Truck 44M 41.445 8X8.
Teilnehmer beim Milit‰rtraining in Sullana (Peru).

Von Beginn an in Europa unterwegs

Begonnen hat er 1977 bei der Firma Tremmel in Böheimkirchen auf einem ÖAF Kipper. Diesen Oldtimer gibt es noch immer, allerdings nicht mehr im Fahrbetrieb, sondern nur mehr im Museum. Erste Fernverkehrstouren führten ihn nach Deutschland, Holland, Belgien und Ungarn. Nach dem Wechsel zur Firma Bogner in Stössing, erweiterte sich sein Einsatzgebiet auf Frankreich, Spanien, Portugal, Holland, Belgien, Bulgarien und Rumänien. Er war in diesen beiden Firmen von 1977 bis 1990 als Lkw Kipper Fahrer und Fernverkehrsfahrer tätig.

ÖAMTC Instruktor

Einige Mitglieder werden Gerhard Eigenbauer in seiner Rolle als Instruktor bei Fahrtechniktrainings kennen. Gerhard war von 1990 bis 1998 als Lkw-Instruktor tätig. Auch hier zog es ihn in den Auslandseinsatz. Im Zuge das BP-Anti-Roll-Over Trainings exportierte er österreichisches Know-how nach ganz Europa.

Seit 1998 selbständiger Unternehmer in Spanien

Spanien ist heute seine zweite Heimat, in der er eine erfolgreiche Firma für Fahrertrainings aufgebaut hat und wie für einen Commander selbstverständlich, ist er auch hier von Anfang an mit MAN unterwegs.

Auf die unerlässliche Frage hin, warum er eigentlich immer auf MAN als Schulungsfahrzeuge gesetzt hat, antwortet er: „Ja gerade in der Sicherheitsausbildung für Lkw Tankwagenfahrer brauchst du das verlässlichste Material, das es auf dem Markt gibt. Und da ich vom Fernverkehr her schon immer von MAN überzeugt war, war es auch bei meiner Firmengründung hier in Spanien logisch auf den Besten am Markt zu setzen. Seit 43 Jahren arbeite ich mit MAN und habe in all diesen Jahren nie mit einem liegengebliebenen Fahrzeug ein Problem gehabt – weder bei meinen Schulungen noch im Fernverkehr. Das sagt glaube ich schon sehr viel aus.”

„Du musst dir vorstellen, dass meine Teilnehmer nicht so wie bei euch in Österreich alle 200 km oder weniger ein Fahrsicherheitszentrum haben, sondern hier in Spanien sind nur zwei tauglich. Für meine anspruchsvollen Lkw und Bus Kurse haben meine Teilnehmer schon Anreisen von bis zu knapp 800 km hinter sich! Sie kommen sogar von den Kanarischen Inseln – das sind bis zu 3 Flugstunden für das Training.” (zum Vergleich: Wien-Moskau: 2 Stunden)

In Spanien blieb er hängen und gründete 1998 seine eigene Firma für Fahrertrainings: TECE Tecnicas Especiales de Conducción Eigenbauer S.L. (www.tececursoscamion.com) (Spezielle Fahrtechnik Eigenbauer S.L.). Er baute mit seinem umfangreichen Wissen ein Trainingsprogramm für Lkw und Busse auf. TECE sitzt in Sabadell, hat eine Zweigstelle in Barcelona und fixe Trainingsplätze in Escuela Fast Parcmotor, nahe dem Flughafen Barcelona und in Moraleja, etwa 30 km südlich von Madrid. Gleichzeitig war er bis 2009 technischer Leiter im Fahr- und Sicherheitszentrum CAN PADRÓ, in der Nähe von Barcelona. Dann kam ein neuer Vertrag mit FAST PARCMOTOR, einem Fahrtechnikzentrum in Castelloli, auch nahe Barcelona. Anschließend noch mit dem Schwestern-Club des ÖAMTC in Spanien, dem RACC! Real Automobil Club Catalunya.

„Das Kursangebot umfasst neben dem klassischen Lkw- und Bustraining, Roll-Over-Protection, richtiges bergen von verunglückten Gefahrgutfahrzeugen, Geländefahren, Ladungssicherung, Schneeräumung, wirtschaftliches Fahren, Fahrzeugeinweisung und Feuerwehrschulungen in ganz Spanien. Auch Bewerber für die Feuerwehr in Barcelona machen ihre Fahrprüfung bei uns. Heuer waren es ca. 3.600 Bewerber für 60 Plätze bei der Feuerwehr. Am Ende bleiben ca. 160 Personen zur Fahrprüfung übrig. Alles diese Schulungen werden nach ISO 9001 Qualität durchgeführt.”

Lange Zusammenarbeit mit MAN Spanien

Seit er in Spanien Fuß gefasst hat, verbindet Gerhard Eigenbauer eine gute Zusammenarbeit mit MAN Spanien. Fahrzeugübergaben, ProfiDrive Trainings, Produktpräsentationen und Kundenevents macht er für diese Marke auch in Portugal und den dazu gehörenden Inseln.

Mit Rheinmetall geht’s nach Südamerika und Asien

Seit 2016 bildet Gerhard im Auftrag der RMMV in Peru Militärfahrer aus. Dabei fährt er im Konvoi direkt zu den Militärbasen, von Lima – Arequipa an der Grenze mit Chile, bis in den Norden nach Piura an der Grenze zu Ecuador, und auch ins Amazonasgebiet. „45 Grand beim Training sind normal. Ja, der MAN hat eine super Klimaanlage, aber du als Instruktor bist die meiste Zeit im Freien.”

In dieser Mission ist er auch in Singapur tätig und hier wiederum mit einem anderen Commander Mitglied der ersten Stunde, mit seinem Freund Hubert Schier. Dieser macht den Großteil seines Lebens MAN Fahrer-Schulungen für die Militärs weltweit.

„Hier in Singapur schulen wir die MAN Wheeled Recovery Vehicle 44M 41.445 8x8 BB-Mil Euro V SCR, das ist für mich bis jetzt das beeindruckenste Fahrzeug. Die gepanzerte Ausführung (alleine das Fahrerhaus wiegt ca. 5,5t) hat ein Eigengewicht von ca. 40 Tonnen! Das sind Lkw für jegliche Art von Fahrzeugbergungen, ob Lkw oder Panzer.”

Die Schulung für Bolivien musste wegen der Corona-Krise verschoben werden, Thailand steht demnächst auf dem Terminplan. Auch Südkorea kennt Gerhard gut, hier war er als ProfiDrive Trainer und Auditor der Instruktoren unterwegs. „Hier war es wiederum so, dass du in die Lkw nicht mit Schuhen einsteigen durftest. Das heißt Schuhe ausziehen, in eine Plastiktasche geben und danach einsteigen. Den gleichen Ablauf gibt es übrigens auch in ihren Restaurants.”

In Mexiko hat er Testfahrten mit 75 Tonnen Gesamtgewicht begleitet. „Hier ist es wieder etwas anders als bei uns in Europa. Auf die Frage ‘Fahrerkarten oder Tachgraph’ kam die spontane Gegenfrage ‘Was ist das?’. Die Fahrer sind hier mit bis zu 75t, mit zwei Aufliegern mit 100 bis 115 km/h unterwegs und 18 bis 20 Stunden pro Tag. Geschlafen wird am Lenkrad. Ich selbst war mit einem Fahrer von 3 Uhr morgens bis 24 Uhr nonstopp unterwegs, da kam schon mal die Frage vom Fahrer, ob ich auch eine Tablette möchte. Ich dachte, er meinte einen Kaugummi aber nein – eine Aufputschtablette damit man nicht einschläft!”

Man sieht deutlich: Gerhard Eigenbauer ist weltweit als Botschafter der Lkw- und BusfahrerInnen unterwegs. Alleine seine Aufzeichnungen der Tankwagentrainings umfassen 25.000 Teilnehmer, alle fein säuberlich registriert und durchnummeriert. Da finden sich sicher auch zahlreiche Commander Club Mitglieder.