Commander Club

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Truck Race Trophy 2016 — Spannender Saisonstart

Auftakt zur FIA European Truck Racing Championship 2016 am Red Bull Ring in Spielberg

MAN ist nach wie vor die dominierende Marke in der Europameisterschaft
MAN ist nach wie vor die dominierende Marke in der Europameisterschaft
MAN ist nach wie vor die dominierende Marke in der Europameisterschaft
Am gesamten Rennwochenende hatten sich 16.500 Zuschauer auf dem Red Bull Ring eingefunden um den ersten Saisonstopp der ETRC 2016 mit zu verfolgen.
Ehemalige Truck Race Team Allgäuer Mitglieder waren zu Besuch am Commander Club Stand
Besonders die Jugend ist von den Tucks fasziniert

Rund 16. 500 Besucher hatten sich am Rennwochenende vom 29.04. - 01.05.2016 anlässlich der Truck Race Trophy 2016 auf dem Motorsportgelände des Red Bull Rings im Herzen der Steiermark eingefunden, um zu erleben wie die Truck Race Piloten mit ihren 1200 PS starken und fünf Tonnen schweren Boliden über die Rennpiste brettern. Die Truck Race Trophy ist zweifellos das spektakulärste Festival der Trucker Szene in Österreich. Wie bereits in den Vorjahren bot das Rennwochenende ein XXXL Programm für die ganze Familie. Insbesondere die Kombination aus purer Motorsportaction, Fernfahrerfeeling im Trucker Camp und Konzerten mit Country-Stars fand bei den Truckern einmal mehr großen Zuspruch. Nicht nur die Truck Race Piloten ließen die geballte Kraft ihrer Rennboliden von der Leine, auch die europäische Strongman-Elite demonstrierte im Rahmen der Truck Race Trophy ihre Muskelkraft. Neben umfassender Produktinfo auf der Leistungsschau der Nutzfahrzeugindustrie standen Autogrammstunden mit den Rennfahrern und Musikern ganz oben in der Besuchergunst. Konnten die beiden ersten beiden Läufe zur diesjährigen FIA European Truck Racing Championship am Rennsamstag bei Kaiserwetter absolviert werden, sahen sich die Truck Race Piloten am Rennsonntag auf Grund einsetzender Regengüsse mit besonders schwierigen Bedingungen konfrontiert.

Jochen Hahn Stammgast am Podest

Wieder einmal in Topform präsentierte sich der deutsche Altmeister Jochen Hahn mit seinem MAN Boliden. Nach Start aus der Pole-Position konnte René Reinert zwar auf der ersten halben Runde noch etwas dagegenhalten, aber die Fronten waren sehr schnell geklärt und Hahn behielt die Spitzenführung. Scheinbar ohne das Leistungspotential ihrer Trucks voll auszuschöpfen, konnten sich die beiden MAN Piloten vom Verfolgerfeld absetzten und Jochen Hahn fuhr einen souveränen, ungefährdeten Start-Ziel Sieg nach Hause. Wesentlich spannender ging es beim Kampf um den dritten Podiumsplatz zu, denn Lokalmatador Markus Altenstrasser lieferte sich einen erbitterten Zweikampf mit dem Briten Ryan Smith. Der MAN Pilot hatte schon anfangs Altenstrasser die 3. Position abgejagt und dieser setzte nun alles daran, den Podiumsplatz zurück zu erobern. Dem Briten gelang es jedoch jeden Angriff abzuwehren und den Iveco Piloten in Schach zu halten. Wegen eines Frühstarts wurde Smith jedoch im Nachhinein mit einer Zeitstrafe belegt und rutschte auf Rang zehn, so dass Markus Altenstrasser bei seinem Heimrennen seinen ersten Podiumsplatz belegte. Den vierten Platz belegte MAN Pilot Sascha Lenz vor Iveco Pilot Gerd Körber. Der amtierende Europameister Norbert Kiss (HUN) musste sich beim Saisonauftakt im neuen Mercedes–Truck mit Platz 8 begnügen.

Eine regelrechte Materialschlacht war im zweiten Rennen des Samstags angesagt. Die gestürzte Startreihenfolge (für Platz 1 bis 8 des ersten Rennens) sorgte naturgemäß für reichlich Action. Die Top-Piloten starteten dabei aus der Mitte des Feldes - Überholmanöver am laufenden Band waren somit garantiert. Norbert Kiss startete aus der Pole-Position, daneben Thomas Robineau mit seinen MAN, dahinter Freightliner Pilot Adam Lacko. Der Tscheche wollte innen am Polesetter vorbei. Bei der Einfahrt in die erste Kurve krachte es dann zwischen den Piloten der vorderen Reihen und es folgte eine Kettenreaktion. Gleich mehrere Boliden mussten ganz nach außen, so dass das Feld völlig durcheinander gewürfelt wurde und einige Fahrzeuge schon ziemlich ramponiert aus der ersten Kurve kamen. Im weiteren Rennverlauf hagelte es Durchfahrtsstrafen.

Ab Mitte des Rennens hatten die beiden MAN Piloten Jochen Hahn und René Reinert das Rennen wieder voll im Griff und Reinert fuhr diesmal vor Hahn als erster über die Ziellinie. Markus Altenstrasser verlor zwar die komplette Abdeckung seiner Stoßstange, holte sich aber mit einem fulminanten Finish von Startplatz 6 noch einen weiteren dritten Rang.

Sascha Lenz fuhr erneut auf Platz vier und Adam Lacko erkämpfte sich mit seinem Freightliner noch einen respektablen 5. Rang. Für Norbert Kiss war nach einer Kollision mit Ellen Rohr das Rennen zu Ende.

Adam Lacko fuhr im Regenrennen in einer eigenen Liga

Am Rennsonntag regnete es in Strömen, so dass sich die Piloten mit besonders schwierigen Bedingungen konfrontiert sahen. Die Truckracer hatten aber während des WarmUp, des Qualifying und der SuperPole ausreichend Erfahrung sammeln können, um sich auf diese widrigen Verhältnisse sehr gut einzustellen. Der Tscheche Adam Lacko kam mit der regennassen Strecke dann am besten zurecht. Von der Pole Position zog er dem restlichen Feld kontinuierlich davon und holte sich im dritten Rennen des Wochenendes den Sieg am Red Bull Ring.

Hinter ihm versuchte Jochen Hahn in den letzten Runden noch Position 2 gegen den Franzosen Anthony Janiec zu verteidigen, musste sich aber geschlagen geben und feierte seinen dritten Podiumsplatz in Folge. Gerd Körber fuhr auf Rang 4 und René Reinert sicherte sich den 5. Platz. Hinter Reinert fuhr Norbert Kiss auf den 6. Rang vor Jiri Forman (Freightliner) und Ryan Smith (MAN). Die beiden letzten Punkteränge gingen an Frankie Vojtisek (MAN) und Markus Altenstrasser.

Auch beim Abschlussrennen hatte der Wettergott kein Einsehen und es regnete „cats and dogs“. Adam Lacko, der nach gestürzter Startreihenfolge vom 8. Starplatz aus ins Rennen ging, zeigte beim vierten Rennen eindrucksvoll auf, dass er durchaus auch das Feld von hinten aufräumen kann und ein wahrer Regenmeister ist. Nach nicht einmal der Hälfte der angesetzten Renndistanz hatte er die Führung übernommen und fuhr nun ganz überlegen seinem zweiten Tagessieg entgegen. Ryan Smith, der als Polesetter an den Start gegangen war, sicherte sich den zweiten Rang vor Gerd Körber, der bei Rennabbruch in der 16. Runde nur 5 Zehntel hinter ihm lag. Jochen Hahn fuhr auf den 4. Platz vor Jiri Forman, Norbert Kiss und Franky Vojtisek. Nach seinem fulminanten Auftritt am Vortag belegte Lokalmatador Markus Altenstrasser im letzten Rennen Platz 11.

Gesamtwertung nach dem ersten Lauf:

Fahrer

  1. Jochen Hahn (48P)
  2. Adam Lacko (42P)
  3. René Reinert (33P)

Teamwertung

  1. Team Reinert Adventure (89P)
  2. Buggyra Racing 1969 (67P)
  3. Lion Truck Racing - Lenz (56P)